Grund für Optimismus

Wolnzach, 2.8.16. Ab August geht es auch bei der Wolnzacher Damen1 wieder richtig los. Nach einer Lehrgeldsaison und dem erneuten Abstieg findet sich das Team von Tobias Fuchs in der Bezirksliga wieder. Grund optimistisch zu sein, gibt es für die Wolnzacher allemal.

Lachende Gesichter soll es in der Saison 16-17 wieder öfters für die Wolnzacher Damen1 geben.

Lachende Gesichter soll es in der Saison 16-17 wieder öfters für die Wolnzacher Damen1 geben.

Die Saison 14/15 war die Damen1 noch knapp aus der Bayernliga abgestiegen, danach gab es einen großen Umbruch, der vielen jungen Spielerinnen in der Spielzeit 15/16 die Möglichkeit bot, in der Bezirksoberliga Erfahrung zu sammeln. Unterstützung gab es in Form einiger langjähriger Spielerinnen, doch diese war oft zu punktuell, um einen erneuten knappen, etwas leichtfertigen Abstieg zu verhindern. Ein Neuanfang in der Bezirksliga könnte aber dem Wolnzacher Damenbasketball genau die Ruhe und Zeit verschaffen, die es braucht, um wieder eine stabilere Linie und Mischung an Spielern zu etablieren. Dies ist allein deswegen schon nötig, da einige U19-Spielerinnen mit dem Abitur fertig geworden sind und ihre Zukunft noch ungewiss ist. „An Talent fehlt es nicht in unserer Region“, so Wolnzachs Sportlicher Leiter Mike Urban, „die Herausforderung liegt eher darin, wie man es mit Mumm und Souveränität aufs Parkett bekommt und wie es sich organisiert. Die letzte Saison war nicht leicht, aber sie hatte einige Highlights.“

Nicht nur die Entwicklung der jungen Spieler macht dabei Mut, gerade in Sachen Erfahrung und Souveränität dürfte den Wolnzachern eine glückliche Fügung sehr entgegen kommen. Vom TV Passau wechselt nämlich Shooting Guard Manuela Sterr (1,75m, 25 J.) in die Holledau. Die 1,75-Meter große Außenspielerin begann ihre Basketballschuhe in der Talentschmiede der TS Jahn München in der U12 zu schnüren und schnupperte in der Saison 2008/09 mit den Münchenern sogar Regionalligaluft. Darauf folgten im Studium in Eichstätt eine Bezirksoberligasaison und ein paar Spiele in der 2. dänischen Liga während eines Auslandssemesters. Anschließend begann Sterr ihr Masterstudium in Passau und widmete sich dem Lacrosse. In der Saison 2015/16 landete die sympathische Allrounderin mit dem 1000-Watt-Lächeln allerdings wieder beim Basketball und absolvierte sechs Spiele für Passau in der Bezirksliga Ost (6,7 Pkt.). Mit dem Umzug nach Kelheim waren die Weichen Richtung Wolnzach für Sterr schnell gestellt: „Die Entscheidung, in Wolnzach zu spielen, fiel recht leicht, da ich durch meinen Partner Sven (Leichtl) einen guten Bezug zum Verein habe. Wir können dort zusammen spielen und trainieren, mir gefallen die Abteilung und vor allem der tolle menschliche Umgang. Ich fühle mich in Wolnzach einfach gut aufgehoben.“ Derzeit kuriert der Wolnzacher Neuzugang noch einen Handgelenksbruch aus, trotzdem geht Sterr positiv in die Vorbereitung und Saison. „Wir haben als Team gute Chancen, die Liga zu rocken. Ich wünsche uns eine gute Mischung aus Ehrgeiz und Spaß, dazu gehören natürlich auch Siege.“

So eine Einstellung wirkt ansteckend und sollte perfekt zum „Reboot“ der Wolnzacher Damen passen. Coach Fuchs hat dazu schon einen Plan entworfen. Bis August waren im lockeren Rahmen individuelle Fertigkeiten und das Zusammenspiel in Kleingruppen im Fokus. Von August bis September wird der Schwerpunkt auf die Verteidigungsarbeit und die Fitness gelegt. Dazu gibt es am 2.9. einen kollektiven Formabgleich, zu dem jeder  Spieler acht bis neun individuelle Aufgaben erledigen muss, wie zum Beispiel eine bestimmte Trefferquote bei verschiedenen Abschlüssen einzuschleifen, die Sicherheit beim Dribbling zu erhöhen oder sich ein, zwei kleine Fitnessziele zu erarbeiten. Da aufgrund von Urlaubsplänen sowie studien- und berufsbedingten Engpässen die Trainingsbeteiligung im Sommer fluktuiert, wird die Eigeninitiative der Spieler ermutigt, alleine oder in Trainingsgruppen außerhalb der Trainingszeiten an ihren Zielen arbeiten. Diese Maßnahme sollte in den nächsten Wochen die Einzelspieler auf ein einigermaßen einheitliches Niveau bringen, was dann für das Bestreiten des großen, traditionellen Wolnzacher Vorbereitungsturniers der Damen am 10.9. sehr hilfreich sein wird.

Danach hat Tobias Fuchs noch drei Wochen Zeit, sein Team auf den Saisonstart vorzubereiten. Als Ziele für die neue Saison sieht er eine positive Siegesbilanz, mannschaftsintern soll es alle acht Wochen einen Teamabend geben und das Training soll stets mit mindestens acht Spielern stattfinden. Derzeit befinden sich ungefähr 15 Spielerinnen im losen Trainingskader, diese Zahl könnte bis zum Saisonstart allerdings drastisch abnehmen, wenn Vorlesungspläne, Praktika, Reisen und ähnliche Pläne einige Spielerinnen entführen. Gerade auf den Positionen Point Guard, Power Forward und Center könnten die Wolnzacher Damen noch Unterstützung gebrauchen, vor allem da die anhaltenden Fußbeschwerden von Power Forward/Center Verena Brunner nur langsam Fortschritte machen. Interessierte Spielerinnen können sich jederzeit beim Sportlichen Leiter der Wolnzacher Basketballer melden (Mike Urban, codestone@gmx.de). „Es könnte eine richtig schöne Saison für unsere Damen werden, der Zeitpunkt zum Einstieg für motivierte Spieler könnte heuer nicht besser sein“, freut sich Urban. Im Zuge der Entwicklung des Damen1-Kaders sollte sich dann auch langsam abzeichnen, wie die Wolnzacher Damen2 (Kreisliga), die ebenfalls abgestiegen ist, dann aussehen und angreifen kann. Trainingszeiten Damen1: Montag/Freitag 1830-2030 Uhr, Turnhalle Hallertau Gymnasium Wolnzach.

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